Instandsetzung der Talsperre Klingenberg

Ökologische Baubegleitung

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Die Trinkwassertalsperre Klingenberg wird nach über 90-jähriger Betriebszeit instand gesetzt, um so die zukünftige Trinkwasserversorgung zu sichern und den Hochwasserschutz zu verbessern. Die Baumaßnahme setzt sich aus drei Teilvorhaben zusammen. Das erste Teilvorhaben umfasst den Bau eines 3,5 km langen Hochwasserentlastungsstollens, der größere Hochwasserabflüsse um die Talsperre herum leiten und zudem Rohwasser von der Vorsperre zu den Wasserversorgern transportieren soll. In einer zweiten Maßnahme wird zudem die Vorsperre saniert und modernisiert.

 Dabei wird die alte, durch das Augusthochwasser zerstörte Vorsperre durch eine neue Vorsperre ersetzt und ein neuer Zuflusspegel gebaut. Durch den Bau einer Wildholzsperre wird die Betriebssicherheit der Anlage zusätzlich erhöht. Das dritte Teilvorhaben, die eigentliche Instandsetzung der Hauptsperre, erfordert eine vollständige Entleerung des Stauraums.

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Der Umfang des Bauvorhabens und die sensible Lage im FFHGebiet und LSG sowie innerhalb der Trinkwasserschutzzonen 1 und 2 erfordert die Ökologische Baubegleitung (ÖBB). Sie soll als eine ergänzende, qualifizierte Fachbauleitung zur Unterstützung der Bauoberleitung/Bauüberwachung fungieren, um einen weitestgehend schonenden Umgang mit Natur und Landschaft im Rahmen der Bautätigkeiten zu gewährleisten.

In erster Linie muss die ÖBB präventiv tätig sein. Ziel ist die Vermeidung nicht geplanter bzw. nicht erforderlicher Eingriffe. Bei erfolgten, nicht vorhersehbaren Eingriffen sind Strategien der Schadensbegrenzung aufzuzeigen und ggf. geeignete Maßnahmen zur Kompensation vorzuschlagen.

Nach Abschluss der beiden ersten Teilvorhaben beginnt nun die ÖBB mit dem dritten und letzten Teilvorhaben. 2012 soll die gesamte Sanierung der Talsperre Klingenberg abgeschlossen sein.

Instandsetzung der Talsperre Klingenberg

Standort: Talsperre Klingenberg, Freistaat Sachsen
Auftraggeber: Landestalsperrenverwaltung
Bearbeitung: 2005 - 2013