Schwarzer Schöps im Hammerteich

Umweltgutachten

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Die Abflussleistung des Schwarzen Schöps im Bereich Hammerteich in Kreba ist unzureichend. Ursache ist die Verschlammung. Der für die Bewirtschaftung der Talsperre Quitzdorf erforderliche Abflussquerschnitt muss geschaffen werden. Das Vorhaben liegt im Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft“, im FFH- und SPA-Gebiet und im Naturschutzgebiet. Die Unterhaltungsmaßnahme beeinhaltet die Profilierung einer Abflussrinne auf ca. 1,2 km Länge sowie die Beräumung der angrenzenden Sedimente.

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Zu der Räumtechnologie sind verschiedene Varianten im Saugbagger-Verfahren mit schwimmendem Gerät zu betrachten. Unterschiede bestehen im Transport und in der Aufbereitung der Sedimente. Eine Alternative ist das Versprühen der Sedimente. Im Rahmen der Gutachten erfolgt eine Einschätzung der Umweltauswirkungen sowie eine FFH- und SPA-Erheblichkeitsabschätzung. Maßgebliche Wirkfaktoren sind u. a. Trübung und Sedimentierung, Beunruhigung bzw. Lärm durch Menschen und Maschinen und die Anlage der Durchflussrinne in Verbindung mit der Wasserspiegelabsenkung. Dem gegenüber stehen die empfindlichen Lebensräume Teich und Auwald sowie eine Vielzahl nachgewiesener Arten nach Anhang II FFH-RL, darunter Fische, Libellen und Schmetterlinge, sowie nachgewiesene Vogelarten und potenzielle Vogellebensräume.

Unter Einbeziehung von Schadensbegrenzungsmaßnahmen für die Fischfauna können jedoch erhebliche Beeinträchtigungen ausgeschlossen werden.

Schwarzer Schöps im Hammerteich

Standort: Kreba-Neudof, Freistaat Sachsen
Auftraggeber: Landestalsperrenverwaltung über Ingenieurgemeinschaft WTU GmbH
Plangebiet: ca. 126 ha, Baulänge: 1,5 km
Bearbeitung: 2011 - 2012