Synagogengelände Eberswalde

Ideenwettbewerb

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Im Jahr 2009 entschied sich die Stadt Eberswalde für die Umnutzung des nunmehr teilweise überbauten Geländes der in der Kristallnacht 1938 abgebrannten Synagoge, um den Ort der Erinnerungskultur zu widmen. Die im Rahmen eines Workshops gemeinsam gesammelten Denkansätze, auf der Suche nach einer geeigneten Form der Erinnerungskultur, mündeten im nächsten Schritt in einer Aufgabenstellung für die Erstellung einer Ideenskizze, die sich vertiefend mit städtebaulichen, gestalterischen und funktionalen Kriterien für diesen Raum befasste.

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Im Ergebnis wurden die Ideen von den Büros präsentiert und diskutiert. Das Synagogengelände öffnet sich als weiter großzügiger Platz inmitten des Stadtkerns von Eberswalde. Zeitzeugentafeln, in guter Sichtbarkeit zum Straßenraum, kündigen den Ort des Geschehens an. Der nachgebildete Standort der Synagoge sowie deren West-Ost- Ausrichtung entspricht nahezu dem damaligen.

Die Abfolge der Scheiben bildet den Grundriss der Synagoge ab und versinnbildlicht gleichzeitig deren Innenraumaufteilung. Im ehemaligen Hauptraum der Synagoge erinnert ein Trümmerberg an die Zerstörung. Drei übermannsgroße, nachts durch Licht akzentuierte, Wandscheiben veranschaulichen dem Betrachter den einstigen Eingang der Synagoge.

Im Durchschreiten des Geländes sind sowohl die zeitlichen als auch die räumlichen Dimensionen zu erleben. Durch Kontraste in der Materialverwendung und z.B. dem Arbeiten mit Licht und Schatten wird die Geschichte des Ortes bewusst verstärkt.

Ideenwettbewerb - Synagogengelände Eberswalde

Standort: Stadt Eberswalde, Brandenburg
Auftraggeber: Stadt Eberswalde
Planungsstand: Wettbewerb
Bearbeitung: 2009 / 2010